2026 steht für uns ganz im Zeichen der Vorbereitung auf unser Vereinsjubiläum im kommenden Jahr. Dafür entstehen viele neue Projekte – und dafür brauchen wir Platz. Also haben wir unsere Bastelkisten gründlich aufgeräumt.
Dabei sind sehr viele Gebäude aufgetaucht, die wir nicht mehr benötigen und gerne verschenken möchten. Zusätzlich haben wir umfangreiches rollendes Material in verschiedenen Spurweiten, darunter viel Märklin sowie weiteres Modellbahnzubehör, das wir im Rahmen einer kleinen Börse anbieten.
Die Börse findet während unseres Clubabends statt. Interessierte sind herzlich eingeladen vorbeizukommen, zu stöbern, ins Gespräch zu kommen oder einfach einmal Vereinsluft zu schnuppern.
Auf dieser Seite Informieren wir über den Bau der Lagerhalle durch die Vereinsgemeinschaft Kuppingen in der wir mit unterkommen.
Baubeginn der Lagerhalle
Am Samstag, den 22. Septermber fand der Spatenstich für die neue Lagerhalle in Kuppingen statt, bei der wir eine der zehn Boxen beziehen werden. Schon acht Wochen später soll die Einweihung des Gebäudes neben der Sporthalle stattfinden, in der mehrere Vereine Lagerplatz erhalten werden. Bereits mehrere Jahre waren wir auf der Suche nach einer Lagerfläche für unsere Module, die wir bis jetzt in unseren Clubräumen einlagerten.
Winterzeit ist Modellbahnzeit, der Modelleisenbahnclub
Herrenberg ist derzeit
sehr aktiv. Vor 2 Wochen war der Verein
auf der Stuttgarter Messe mit ein paar
seiner N‑Module in ein grosses Arrangement
des befreundeten N‑Club International
eingebaut. An 4 Tagen konnten
interessierte Zuschauer die kleinen
Züge quer durch die halbe Halle fahren
sehen. Gemeinsam hatten viele Freunde
der kleinen Spur eine riesige zusammenhängende
Modellbahnanlage aufgebaut.
Die Besitzer kommen dabei überwiegend
aus Deutschland, aber viel Freunde aus
Frankreich, Finnland, Italien und ganz
Europa waren beteiligt. Am traditionellen
Donnerstag-abend-Buffet, kam dem
Herrenberger Verein dabei eine ganz
besondere Ehrung zuteil. Für den Abbau
der Stuttgarter Freyanlage und Wiederaufbau
im Stellwerk in Herrenberg bekam
der Verein einen Sonderpokal überreicht
und wurde vor allen Teilnehmern besonders
geehrt. Denn in Fachkreisen galt die
Anlage als unabbaubar und dementsprechend
würdigten die Vorsitzenden des
N‑Clubs die Leistung der Herrenberger.
Rainer Braun als Initiator Stellwerk S
wurde ebenfalls geehrt, weil er den Mut
und die Idee hatte, diese Anlage zu retten
und der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Jetzt am Wochenende Samstag 9.12 und
Sonntag 10.12 jeweils von 11.00 bis 18.00
Uhr, also parallel zum Weihnachtsmarkt
in Herrenberg, öffnet der Club seine
Vereinsräume für Interessierte ohne
Eintritt. Es wird zwar keine Modellbahnausstellung
stattfinden, aber eine große
weihnachtliche Modellanlage und Spielanlagen
für Kinder werden vorhanden
sein, Kaffee und Kuchen wird es ebenfalls
geben.
Die nächste Modellbahnausstellung wird
es im Februar geben, dann versucht der
Herrenberger Verein alle seine eigenen
Modellbahnanlagenteile im Foyer der
Stadthalle in Herrenberg aufzubauen.
Dies wird dann eine reine MECH-Ausstellung
ohne andere Vereine, im Gegensatz
und nicht zu verwechseln mit der alle 2
Jahre stattfindenden großen Modellbahnausstellung.
Wir blicken auf ein Jahr voller Hochs für uns und unseren Verein zurück. Einige davon möchten wir nun nochmals kurz Revue passieren lassen.
Mit der Ausstellung der Balingen VHS starteten wir am 10. und 11. Januar in das Jahr. Alle Bilder hier…
Im April gingen 500€ von uns an die Kinderherzaktion.
Die Besichtigung der Eisenbahnanlage von Wolfgang Frey in Stuttgart zeigte uns am 29. April was im Modell an unmöglichem möglich ist.
Routine kommt so langsam auf wenn wir Mitte Juli beim Stadtfest grillen. Alle Bilder hier…
2016
2016
Der Spezialgrill
Unser diesjähriger Clubausflug ging über Tübingen auf die Schwäbische Alb ins Haupt- und Landgestüt Marbach. Weiter mit der Schäbischen Alb-Bahn nach Münsingen, wo nach einer kleinen Wanderung, eine Führung am Bahnhof auf uns wartete. Weiter ging es zum Abendessen nach Ulm und von dort wieder nach Hause.
Einige Mitglieder verbrachten ab September viele Stunden mit dem Abbau der Anlage von Wolfgang Frey. Aus einer festen Anlage wurden bereits einige transportable Segmente erstellt…
…die im November auf der Modell Süd ausgestellt wurden. Hier war der Andrang sehr groß, da viele von der Anlage wussten, jedoch nur wenige wirklich vor Ort waren um sie Live in Betrieb zu sehen.
Die erste Ausstellung mit den Spur 0 Modulen war in am 2. Adventswochenende in Rottenburg.
Freude und Leid liegen oft nah beieinander. Nach schwerer Krankheit verstarben dieses Jahr unsere Mitglieder Heinz Schmidt und Willi Fleischer.
Wir wünschen allen einen guten Rutsch und sehen uns gesund und munter am 21. und 22. Januar!
Am 5., 6. und 13. Dezember fand unsere diesjährige Ausstellung in unseren Clubräumen statt. Einige N‑Module und 2 Ausstellungsanlagen präsentierten wir unseren Gästen. Bei der Ausstellung wurde ebenso der erste Teil des H0 Gleichstrom Projekts mit dem bereits fahrbereiten Bahnhof Schömberg gezeigt. Der fast original getreue Nachbau von Rottweil war derweil nur als stand Modell zu sehen.
Dieses Wochenende waren wir bei der Ausstellung der Eisenbahnfreunde Freudenstadt mit einer kleinen Spur‑N Anlage Vertreten.
Ebenso waren einige von uns bei der Modell Süd in Stuttgart um beim N Club International mitzuhelfen. Hier ein paar Bilder vom Ausstellerabend.
Am 19. September fand unser diesjähriger Ausflug statt. Gemeinsam fuhren wir von Herrenberg zuerst einmal nach Stuttgart, wo wir am Hauptbahnhof schon viele Dinge erleben durften.
In Heilbronn Besichtigten wir das Süddeutsche Eisenbahnmuseum. Nach Kaffee und Kuchen ging es dann mit der Bahn weiter nach Bad Wimpfen. Dort sind wir dann auf das Boot umgestiegen und 15 km den Neckar auswärts geschippert. Endstation war dann die Innenstadt von Heilbronn, wo uns dann das Weindorf verköstigte.
Am 2. Mai starteten 3 unserer Mitglieder nach Steinach am Bodensee um unsere Modellbahnfreunde aus der Schweiz bei ihrem internen Modultreffen zu besuchen. Viele gute Gespräche wurden geführt und gegrillt wurde zwischendrin auch noch. Wir freuen uns schon auf ein baldiges wiedersehen auf der Messe in Stuttgart im November.
Wir haben einige Bilder gemacht von einem 2,5 Meter Testzug, den wir dabei hatten, Kehrschleifen mit kleinem Radius und 2 Abzweigmodule mit unterschiedlichen Höhen.
Die meisten Modellbahner haben mit Platzproblemen zu kämpfen. Die Mitglieder des MEC Herrenberg und Gäu beweisen mit ihrer Modul-Anlage in Baugröße N, dass mit dem richtigen Konzept auch zünftiger Fahrbetrieb jederzeit und überall möglich ist.
Süddeutschland in den 30er-Jahren: 74 1051 dampft mit ihrem Donnerbüchsensug an der Ladestraße vorbei.
Man kennt das ja: Berge von Papier mit zahllosen Gleisplanskizzen, abgeschrubbte Radiergummis und abgenagte Bleistifte legen beredt Zeugnis ab von den Träumen des Modellbahners. Doch schon beim Betreten des Modellbahnzimmers muss der Gleisbautrupp Farbe bekennen: Die Schnellzuglok mit ihren fünf maßstäblich langen D‑Zug-Wagen wird wegen des knappen Platzangebotes den Eindruck erwecken, als ob ein Ring Bratwürstchen in einer zu kleinen Pfanne gebraten wird.
Vor ähnlichen Problemen stand auch der Modelleisenbahnclub (MEC) Herrenberg und Gäu, berichtet Gerald Wirag, Vorsitzender des MEC. Der Verein besteht inzwischen seit mehr als 20 Jahren und hat derzeit 15 von der Baugröße N begeisterte Mitglieder. „Da die bisherige Clubanlage ohnehin abgerissen werden musste, weil das Clubgebäude nicht mehr zur Verfügung stand, konnten wir uns gleich ein ganz neues Anlagenkonzept überlegen“, meint Clubmitglied Jürgen Schmidt. „Als perfekte Lösung für die Zeit ohne ein Vereinsgebäude erschien uns eine Anlage aus Teilstücken“, fügt der MEC-Vorsitzende an.
Eine nach solchen Prinzipien gebaute Anlage kann für sich genommen als Heimanlage und mit verschiedenen anderen Teilstücken zusammengestellt als großes Betriebsarrangement für mehrere Mitspieler fungieren. „Mit einer solchen Anlage kann man auch auf Reisen gehen und sie dann auf Ausstellungen präsentieren“, freut sich Gerald Wirag.
Auf der Nebenbahn herrscht viel Betrieb: 75 1118 wird gerade frisch bekohlt, 74 1051 steht mit ihrem Personenzug zur Abfahrt bereit.
Auf einen Blick
Thema: Spur-N-Modulanlage nach Normen des MEC Herrenberg und Gäu
Maße: Modullänge frei wählbar, empfohlen 85 cm; Breite 35 cm
Epoche:III, aber nicht zwingend
Gleismaterial: Peco-Finescale, Code 55
Rollendes Material: Praktisch alle Hersteller von N‑Modellen
Diese Zielsetzungen waren mit dem Segmentbaukonzept am leichtesten zu erfüllen. Kleine transportable und untereinander zu verbindende Modelllandschaften werden mitsamt den Gleisen fix und fertig gebaut. Das geschieht bequem am Basteltisch und ohne Verrenkungen; ein enormer Vorzug, denn wir werden alle älter und nehmen nicht nur an Weisheit zu, sondern auch an Steifheit.
Werden solche Teilstücke nach bestimmten Normen gebaut, so handelt es sich dabei um so genannte Module. Mehrere solcher Module sind dank der genormten Gleislage, Elektrik und Übergänge zu hallenfüllenden Arrangements aufbaubar. Ein weiterer Vorteil liegt in der Transportierbarkeit und Anpassungsfähigkeit solcher Anlagen.
„Obwohl es einige gute Modulbaupläne gibt, gefielen uns die vorhandenen Richtlinien nicht vollständig“, erklärt Schmidt. Die Herrenberger schufen nach ihren Vorstellungen eine eigene Norm für ihr Anlagenbaukonzept: Die Gäumodule waren entstanden und werden bis heute ständig weiterentwickelt.
Drehbuch hilft bei Planung und Betrieb einer Modellbahn
Zusammen mit den Vereinskameraden schrieben die Gäumodulbahner ein richtiges Drehbuch, nach dem sie eine eingleisige, nicht elektrifizierte Strecke in der Spurweite N darstellen. Um einen regen Zugverkehr zu begründen, wurde die Bahnstrecke als Verbindungslinie zweier benachbarter Hauptstrecken definiert, wobei es öfters Zugumleitungen oder auch lange Sonderzüge geben sollte.
Als Zeitraum, in dem das Modularrangement spielen soll, wurde die Epoche III festgelegt. Allerdings sehen das die Herrenberger nicht so eng: „Eine Modellbahn soll in erster Linie dem jeweiligen Erbauer Spaß machen und kein Zwang sein“, gibt Wirag seiner Modelleisenbahnphilosophie Ausdruck.
Die Landschaft der Module ahmt die hügelige Topographie Süddeutschlands nach. Es gibt sogar Nachbildungen von Motiven auf der Gäubahn. Die große weite Welt, also die fiktiven, nicht dargestellten Bereiche, werden beim Betrieb der Module an den Anlagenenden durch so genannte Fiddle Yards oder Gleisharfen, das sind offen zugängliche Schattenbahnhöfe, dargestellt. Auf solchen Harfen warten die Züge auf ihren nächsten Einsatz, können bereitgestellt und jederzeit umgruppiert werden.
Übrigens eine nachahmenswerte Idee: Platzbeschränkte Modelleisenbahner könnten beispielsweise im Regal der heimischen Schrankwand einen kleinen Bahnhof bauen. Eine ebenfalls ins Regalsystem passende Gleisharfe wird für die Betriebssitzung einfach mit der Anlage verbunden und sichert als Zugspeicher einen abwechslungsreichen Fahrspaß. Nach dem Spiel kommt die Gleisharfe einfach als Regalbrett zurück an ihren Platz.
Abwechslung garantiert: Die Gleisharfe beschickt die Anlage mit immer neuen Zuggarnituren.
Die Normen der Gäubahner für ihre Module (die übrigens unter www.mech.gaeubahn.de abrufbar sind) sehen zwei verschiedene Modul-Kopfstücke mit einer Breite von jeweils 35 Zentimetern vor. Die Länge eines Moduls steht den Erbauern frei, empfohlen werden 85 Zentimeter. Das zuerst entwickelte Profil weist einen symmetrischen Damm auf, das Gleis liegt mittig. Bei dem anderen Profil verläuft das Gleis außermittig nach vorne versetzt in leichter Hanglage.
Durch Kombinationen der Teilstücke beim Aufbau eines Modularrangements ergeben sich somit abwechslungsreiche Streckenführungen. Allerdings funktioniert das nur mit speziellen Übergangsprofilen, die die beiden verschiedenen Kopfstücke verbinden können. Die Bahnhofsmodule bestehen aus mehreren Teilstücken und sind je nach Betriebszweck in der Breite variabel.
Schema eines Modulkastens mit den Standbeinen.
„Beim Bau eines Modulkastens sollten nur hochwertige Materialien wie lackierte 16-Millimeter-Tischlerplatten oder 12-Millimeter-Sperrholz Verwendung finden“, empfiehlt Schmidt. Denn billigere Baustoffe halten auf Dauer weder Feuchtigkeit ab noch die ständigen Transporte inklusive Auf- und Abbau aus.
Die Elektrik der Module ist in Anlehnung an die Normen des Freundeskreises europäischer Modelleisenbahner e. V. (Fremo) entstanden. Die Herrenberger Modellbahnfans fahren auf ihren Modulen mit einer Zuordnungsschaltung (Z‑Schaltung). Das heißt, dass verschiedene Gleisabschnitte von einem Bahnhof aus verschiedenen Fahrreglern zugeschaltet werden können. Dadurch fahren Züge bis in benachbarte Bahnhöfe durch, ohne ein Rucken oder gar Anhalten. Diese ausgeklügelte Schaltung ermöglicht es, mehrere Züge zugleich über die Anlage zu fahren und damit viele Bediener zu beschäftigen.
Die Heulboje – der Name rührt vom Geräusch beim Hochschalten her – rollt ihrem Reiseziel entgegen.
Bei den Fahrgeräten finden sowohl Eigenbauten als auch modifizierte Steuerapparate aus dem Hause sb-Modellbau Verwendung. Sie sind als so genannte Walk-around-Regler ausgeführt, damit der Modelllokführer immer auf Höhe des Geschehens ist. „Dies hat sich besonders beim Rangieren bewährt oder auch beim einfachen Weichenstellen, denn nicht alle Weichen sind elektrifiziert“, erläutert Wirag. Einige Erbauer haben sich diese Kosten gespart und stellen die Weichen vor Ort mit Hilfe von unterirdischen Stellstangen, die funktionssicher und preisgünstig sind.
Ländliches Idyll: Der Rote Brummer glänzt in der Sonne, der Herr auf der Bank erwartet sein „Zügle“.
Bei der Ausgestaltung der verschiedenen Module kann der Erbauer ganz individuell vorgehen, denn die Herrenberger setzen hier wenig Grenzen. Als Gleissystem ist das Peco-Finescale-Gleissystem Code 55 mit einer Profilhöhe von 1,39 Millimetern vorgesehen. Die Bandbreite der Modullandschaften ist riesig und zeigt die verschiedenen Vorlieben der Erbauer. Auch die Geländebaumaterialien reichen vom berühmten Fliegengitter über Styropor bis zu Felslandschaften aus Knetmodelliermasse.
Hier zeigt sich ein weiterer großer Vorteil der Modulbauweise: Man kann an kleinen Teilen bestimmte Techniken ausprobieren, ohne dass allzuviel daneben gehen kann. Die Kosten halten sich je nach Baumaterialien und dargestelltem Motiv in überschaubaren Grenzen: „Ein normales gerades, 85 Zentimeter langes Streckenmodul mit etwas Landschaft kostet deutlich weniger als 100 Mark“, betont Schmidt. Es ist daher auch für Schüler, Familienväter oder auch nur zum Ausprobieren geeignet.
Alte Schwellen werden aufgeladen und abtransportiert, des Arbeiters Gang war schon mal sicherer.
Mit diesen Richtlinien sind bis heute über vierzig Gäumodule entstanden, an denen sich inzwischen viele Modellbaufreunde in und außerhalb des Herrenberger Vereins beteiligen. Ein Tipp am Rande von Gerald Wirag: „Gleichlange Module lassen sich mit zueinander gewendeten Landschaftsseiten unter Verwendung zweier Bretter, die an den Modulseiten befestigt werden, sicher transportieren.“
Während die Zuggarnituren bei Vereinsbetrieb auf einen Fahrplan abgestimmt sind, wird bei Ausstellungen auch mal von dieser strengen Linie abgewichen: „Wir begeistern zum Beispiel die kleinen Besucher mit einem zwölfteiligen ICE oder einem Güterzug mit vier Metern Länge, der über die komplette Anlage fährt“, meint Schmidt. Für Zuschauer wie auch Betreiber ist es ein beeindruckendes Erlebnis, wenn ein zwei Meter langer Kohlenzug mit Doppeltraktion zweier Dampfloks der Baureihe 41 über eine 80 Zentimeter hohe Brücke donnert.
Aber auch das Rangieren – für Wirag und Schmidt das Salz in der Suppe – kommt nicht zu kurz. In den Fahrplänen sind beispielsweise Nahgüterzüge zu finden, die wie in Wirklichkeit von Bahnhof zu Bahnhof fahren und dort die anfallenden Rangierarbeiten selbst durchführen. „Hierfür sind in den Fahrplänen ausreichend Puffer vorgesehen, um die anfallenden Rangiergeschäfte in Ruhe zu erledigen“, erklärt Schmidt.
Der Erfolg spricht für das Konzept der Herrenberger, denn schon bald nach dem Bau der ersten Module gingen diese auf Reisen. Während die ersten Teilstücke auf Holzklappböcken aufgebaut wurden, entwickelten die findigen Clubmitglieder inzwischen ein Bauprinzip für die Standbeine.
Einfach und stabil: Modul-Standbeine aus dem Baumarkt
Modul-Kopfstück 1 mit symmetrischem Profil (links) & Gleisverlauf an leichtem Hang sieht Profil 2 vor (rechts).
Die Höhe der Schienenoberkante wurde dabei auf 90 Zentimeter über Fußbodenniveau festgelegt. „Das hat sich bei Ausstellungen auch für kleinere Zuschauer bewährt, es ist aber auch möglich, eine Betriebsstelle noch im Sitzen zu bedienen“, versichert Wirag. Die Standbeine selbst sind aus Metalllochschienen entstanden, wie sie im Baumarkt verkauft werden. Sie sind leicht, stabil und platzsparend.
Trotz Transportproblemen durch zu kleine Kofferräume – „Da haben wir viel Lehrgeld zahlen müssen“, lachen Wirag und Schmidt – wurde die Modulanlage schon auf mehreren Ausstellungen in vollem Betrieb gezeigt, wie zum Beispiel 1997 und 1999 in Freudenstadt, auf der Modellbau Süd in Stuttgart 1998 oder beim 100-jährigen Jubiläum der Hohenzollerischen Landesbahn im Jahre 1999 in Gammertingen. Bei diesen Ausstellungen richten sich Anlagenform und Betrieb ganz nach den räumlichen Verhältnissen.
„Die auf der Stuttgarter Ausstellung betriebene Anlage wies eine Fahrstrecke von 35 Metern auf“, berichtet Gerald Wirag mit berechtigtem Stolz.
Jürgen Schmidt verweist auf ein dabei auftretendes Problem: „Über diese Entfernung und dem bei Ausstellungen herrschenden Lärmpegel können die Mitglieder allerdings nicht mehr auf herkömmliche Weise kommunizieren.“ Die Verständigung von Bahnhof zu Bahnhof muss daher über Telefone sichergestellt werden.
Sinnvoller Einsatz: Computer hilft beim Anlagen-Aufbau
Natürlich nimmt der Aufbau der Module eine gewissse Zeit in Anspruch, welche aber durch ein selbst entwickeltes PC-Programm eines Mitgliedes deutlich verkürzt wird. „Der Computer spielt in unserem Verein eine große Rolle“, erklärt Schmidt. Dieses Programm beinhaltet die Grundrisse aller bestehenden Module und durch entsprechende Reihungen kann die Anlagenform am Bildschirm mit allen Maßen vorab getestet werden.
Der eigentliche Aufbau geht je nach Größe der verschiedenen Anlagen in wenigen Stunden vonstatten, wobei die Module mit Maschinenschrauben und Laborkabeln verbunden werden. Strom wird an den jeweiligen Betriebsstellen eingespeist.
„Die Modulidee hat sich bewährt“, resümiert Gerald Wirag. Das Vorhaben, eine Anlage zu konzipieren, die sowohl zu Hause und auf Ausstellungen als auch im Verein von mehreren verwendbar ist, hatte Erfolg. „Und so mancher hat im eigenen Keller keine ewige Baustelle mehr, sondern eine kleine, aber feine wachsende Heimanlage, die auch von Hobbykollegen ab und zu bewundert werden kann“, ergänzt Wirag.
In der Zukunft wollen die Herrenberger sowohl Ausstellungen als auch Modellbahnbetriebstreffen mit Fremo-N-Bahnern durchführen. Auch der Aufbau einer neuen Clubanlage nach einem Vereinsheimwechsel wird noch viel Arbeit mit sich bringen.
Detaillierter Gleisbau in N: Sh2 zeigt, dass der Abzweig derzeit nicht befahren werden darf – wie auch?
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