Spielemesse 2023

Ver­gan­ge­nes Wochen­en­de war es mal wie­der soweit, dass wir mit einem Teil unse­rer N‑Module (Maß­stab 1:160) auf der Spie­le­mes­se in Stutt­gart zu sehen waren. Wie auch schon in den ver­gan­ge­nen Jah­ren haben wir an die Modul­an­la­ge des N‑Club Inter­na­tio­nal ando­cken, und so Züge aus ganz Euro­pa auf der Gäu­bahn zu sehen bekommen.

Spielemesse 2022

Die­ses Jahr wer­den wir mit unse­ren zwei­glei­si­gen Spur N‑Module im Rah­men der 16. Euro­pean-N-Sca­le-Con­ven­ti­on auf der Stutt­gar­ter Spie­le­mes­se ver­tre­ten sein. Dabei wer­den wir an die gro­ße Modul­an­la­ge des N‑Club-Inter­na­tio­nal ando­cken und so einen inter­na­tio­na­len Zug­ver­kehr auf unse­ren Gäu­bahn­mo­du­le erle­ben. Die Mes­se fin­det vom 17. — 20. Novem­ber 2021 jeweils von 10- 18 Uhr statt. 

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind auf der Web­sei­te der Mes­se Stutt­gart zu finden.

Modulbau unter Zeitdruck

In weni­gen Tagen mes­se­fit – ein Gespräch mit Gerald Wirag

Zwei Wochen vor Beginn der Stutt­gar­ter Spie­le­mes­se wur­de es ernst: Für den Anschluss unse­rer zwei­glei­si­gen Spur‑N‑Module an die inter­na­tio­na­le Anla­ge des N‑Club‑International fehl­te noch ein spe­zi­el­les Über­gangs­mo­dul. Gerald Wirag über­nahm den Bau. Wir haben ihn beglei­tet – und nachgefragt.


Ausgangslage

Zeit­druck, kla­re Nor­men und der Anspruch, auch optisch zu über­zeu­gen: Das waren die Rah­men­be­din­gun­gen für die­ses Modul. Ziel war kein Aus­stel­lungs­stück für die Vitri­ne, son­dern ein robus­tes, betriebs­si­che­res Modul für den inter­na­tio­na­len Messebetrieb.

Wann war klar, dass noch ein Modul gebaut wer­den muss – und dass es schnell gehen muss?

Gerald Wirag: Eigent­lich rela­tiv spät. Zwei Wochen vor der Mes­se stand fest, dass uns genau die­ses Über­gangs­mo­dul fehlt. Da bleibt nicht viel Raum für Dis­kus­sio­nen. Ent­we­der man fängt sofort an oder man lässt es blei­ben und hat einen unschö­nen Modulübergang.


Der Rohbau: Basis für alles Weitere

Sta­bi­li­tät und sau­be­re Elek­trik sind bei Modu­len ent­schei­dend – vor allem dann, wenn sie mit frem­den Anla­gen kom­bi­niert werden.

Wie bist du an den Bau herangegangen?

Wirag: Am 30.10.2021 habe ich zuerst den Holz­rah­men zuge­sägt. Par­al­lel dazu habe ich gleich die Modul­ste­cker ver­drah­tet. Die Erfah­rung zeigt: Wenn man die Elek­trik zu lan­ge auf­schiebt, wird es spä­ter hek­tisch.

Bild: Zusä­gen des Holz­rah­mens und ers­te Arbei­ten an den Modulsteckern.


Am nächs­ten Tag stand der Modulkasten?

Wirag: Genau. Am 31.10. wur­den die vor­ge­fer­tig­ten Bret­ter zum Modul­kas­ten ver­schraubt. Danach kam das Tras­sen­brett hin­ein, und der Kork als Gleis­un­ter­la­ge wur­de ver­leimt. Schon da konn­te man die spä­te­re Gelän­de­struk­tur erahnen.

Bild: Der Modul­kas­ten steht, die Tras­se ist vorbereitet.


Gleisbau: Millimeterarbeit unter Zeitdruck

Der Gleis­bau ent­schei­det über die spä­te­re Betriebs­si­cher­heit – beson­ders bei zwei­glei­si­gen Modulen.

Der 1. Novem­ber war kom­plett dem Gleis­bau gewid­met. War­um ist die­ser Schritt so kritisch?

Wirag: Weil hier nichts kor­ri­giert wer­den darf. Zuerst habe ich die Alu­mi­ni­um­scha­blo­nen an den Modul­über­gän­gen befes­tigt und den Kork­un­ter­bau zuge­schnit­ten. Dann wur­de eine Löt­leis­te ein­ge­klebt. Für den exak­ten Par­al­lel­ab­stand der Glei­se nut­ze ich spe­zi­el­le Metall­glöt­ze mit dem pas­sen­den Schie­nen­pro­fil. Wenn das stimmt, läuft spä­ter auch frem­des Roll­ma­te­ri­al sau­ber über das Modul.

Bild: Gleis­ver­le­gung mit Aluminium‑Schablonen und Metallglötzen.


Landschaft: schnell, leicht, stabil

Nach der Tech­nik durf­te die Land­schaft ent­ste­hen – prag­ma­tisch und bewährt.

Wann wur­de aus dem Roh­bau eine Landschaft?

Wirag: Am 4.11. habe ich mit Kar­ton­strei­fen das Gelän­de auf­ge­baut. Dabei ent­stan­den auch der Weg unter der Brü­cke und der Ver­lauf des Bach­betts. Gleich­zei­tig habe ich die Ein­spei­sungs­lei­tun­gen an den Schie­nen ange­lö­tet und nach unten geführt.

Bild: Gelän­de­form aus Kar­ton­strei­fen, Bach­lauf angedeutet.


Und die end­gül­ti­ge Form?

Wirag: Die kam am 5.11. mit Zei­tungs­pa­pier und Leim. Zuvor habe ich noch die Brü­cke ange­passt und ein­ge­setzt. Zusätz­lich beka­men die Schwel­len einen ers­ten Anstrich – das nimmt spä­ter viel von der Plastikoptik.

Bild: Land­schaft mit Papier kaschiert, Brü­cke eingesetzt.


Farbe, Elektrik und Wirkung

Grund­far­ben hel­fen, Pro­por­tio­nen und Flä­chen früh rich­tig einzuschätzen.

Was pas­sier­te am 6.11.?

Wirag: Ich habe die Modul­ste­cker mit dem Kabel­baum ein­ge­zo­gen und an die Löt­leis­ten ange­lö­tet. Danach bekam die Land­schaft ihre Grund­far­ben. Jetzt sieht man sofort, wo Wie­se ent­steht und wo spä­ter Wald sein wird. Auch die Brü­cke gewann durch den grau­en Anstrich deut­lich an Tiefe.


Wasser und Gleisbett

Bach­läu­fe und Schot­ter brau­chen Zeit – vor allem zum Trocknen.

Wie ging es weiter?

Wirag: Am 7.11. habe ich das Bach­bett mit ers­ten Fel­sen und Stei­nen auf­ge­baut und das Gleis­bett geschot­tert und ver­klebt. Danach hieß es erst ein­mal abwarten.

Bild: Geschot­ter­tes Gleis­bett und struk­tu­rier­ter Bachlauf.


Begrünung und Feinarbeit

Wann wur­de es grün?

Wirag: Nach zwei Tagen Trock­nungs­zeit, am 10.11., kam das Gras auf die Wie­sen. Am 11.11. habe ich dann abge­saugt, Weg und Bach­lauf nach­be­grünt sowie die Modul­kan­ten gesäu­bert und verspachtelt.


Kleine Pannen gehören dazu

Gab es auch Rückschläge?

Wirag: Klar. Am 12.11. bekam der Rah­men zwar sei­nen Außen­an­strich und ich begann mit der Auf­fors­tung, aber eine funken­schlagende Heiß­kle­be­pis­to­le und ein ein­ge­trock­ne­ter Alles­kle­ber haben mich kurz ausgebremst.


Details machen das Modul lebendig

Figu­ren und klei­ne Sze­nen zie­hen auf Aus­stel­lun­gen die Bli­cke auf sich.

Wie sah der letz­te Bau­tag aus?

Wirag: Am 13.11. kamen die Details: ein Pfer­de­ge­spann mit Lang­holz, ein Wan­de­rer am Bach und meh­re­re Rehe am Wald­rand. Sol­che Sze­nen erzäh­len klei­ne Geschich­ten – genau das bleibt den Besu­chern im Gedächtnis.

Bild: Detail­auf­nah­men mit Figu­ren und Waldszene.


Fazit

In so kur­zer Zeit ein kom­plet­tes Modul – hat sich der Auf­wand gelohnt?

Wirag: Auf jeden Fall. Der Zeit­plan war sport­lich, aber mit kla­ren Tages­zie­len mach­bar. Am Ende stand ein betriebs­si­che­res Modul, das sich auf der Spie­le­mes­se pro­blem­los in die inter­na­tio­na­le Anla­ge ein­ge­fügt hat. Genau dar­um geht es beim Modulbau.

Spielemesse 2021

Die­ses Jahr wer­den wir mit unse­ren zwei­glei­si­gen Spur N‑Module im Rah­men der 15. Euro­pean-N-Sca­le-Con­ven­ti­on auf der Stutt­gar­ter Spie­le­mes­se ver­tre­ten sein. Dabei wer­den wir an die gro­ße Modul­an­la­ge des N‑Club-Inter­na­tio­nal ando­cken und so einen inter­na­tio­na­len Zug­ver­kehr auf unse­ren Gäu­bahn­mo­du­le erle­ben. Die Mes­se fin­det vom 18. — 21. Novem­ber 2021 jeweils von 10- 18 Uhr statt. 

Da uns für den Auf­bau und die Anbin­dung an die Ande­ren Län­der noch ein spe­zi­el­les Modul fehlt, ist zwei Wochen vor Mes­se­be­ginn höchs­te Zeit mit dem Bau anzu­fan­gen. Nach­fol­gend eine klei­ne Bild­do­ku­men­ta­ti­on über die Entstehung.

Los gings am 30. 10.21 mit dem zusä­gen des Holz­rah­mens und ver­drah­ten der Modulstecker.

Tag 2: 31.10.21
Die vor­ge­fer­tig­ten Holz­bret­ter wer­den zu einem Modul­kas­ten, das Tras­sen­brett wird vor­be­rei­tet und befes­tigt. Kork, auf dem spä­ter die Schie­nen ver­legt wer­den wird auch bereits ver­leimt. Bereits jetzt ist die gro­be Land­schaft erkennbar.

Tag 3: 1.11.21
Tages­ziel heu­te: Die Glei­se müs­sen ver­legt sein.
Davor gab es aber noch eini­ges zu tun. Die Alu­mi­ni­um­scha­blo­nen am Modul­über­gang wur­den befes­tigt, der Schie­nen­un­ter­bau aus Kork wur­de zuge­schnit­ten und eine Löt­leis­te wur­de ver­klebt. Anschlie­ßend konn­ten die Glei­se ver­legt wer­den. Dass die­se par­al­lel zuein­an­der ver­lau­fen wer­den spe­zi­el­le Metall­glöt­ze, die das Schie­nen­pro­fil besit­zen und auf unse­ren Gleis­ab­stand ange­passt sind ver­wen­det. Wenn alles passt kann der Leim über Nacht trocknen.

Tag4: 4.11.21
Heu­te wur­de die Land­schaft mit Kar­ton­strei­fen geformt, der Weg unter der Brü­cke ange­legt und der Bach­lauf ist auch schon zu erken­nen. An den Schie­nen­pro­fi­le wur­den die Lei­tun­gen für die Ein­spei­sung ange­lö­tet und nach unter das Modul geführt.

Tag5: 5.11.21
Die Land­schaft wur­de heu­te mit Zei­tungs­pa­pier, das mit Leim bestri­chen wur­de in die end­gül­ti­ge Form gebracht, zuvor wur­de noch die Brü­cke in die Rich­ti­ge Form gebracht und ein­ge­setzt. Außer­dem haben die Schwel­len einen Anstrich bekommen.

Tag6: 6.11.21
Die Modul­ste­cker mit dem Kabel­baum wur­de ein­ge­zo­gen und an den Löt­leis­ten ange­lö­tet. Die Land­schaft wur­de mit einer Grund­far­be ver­setzt. Hier kann man jetzt erken­nen wo genau grü­ne Wie­se und wo der brau­ne Wald­bo­den sein wird. An der Brü­cke hat sich optisch auch eini­ges getan durch den grau­en Anstrich.

Tag7: 7.11.21
Das Bach­bett wur­de mit mit den ers­ten Fel­sen und Stei­ne auf­ge­baut und der Schot­ter wur­de im Gleis­bett ein­ge­bracht und wur­de verklebt.

Tag 8: 10.11.21
Das Gleis­bett hat­te nun zwei Tage zeit um zu tro­cken. Nun kam das Gras auf die Wiese.

Tag 9: 11.11.21
Heu­te wur­de das Modul abge­saugt und der Feld­weg, sowie der Bach­lauf nach­be­grünt. Die Modul­kan­ten gesäu­bert und verspachtelt.

Tag 10: 12.11.21
Der Modul­rah­men hat heu­te sei­nen Außen­an­strich bekom­men. Danach folg­te noch die Auf­fors­tung des Ers­ten Wald­be­reichs. Wei­te Akti­vi­tä­ten konn­ten lei­der auf­grund einer fun­ken­schla­gen­der Heiß­kle­be­pis­to­le und eines ein­ge­trock­ne­ten Alles­kle­ber nicht erfolgen.

Tag 11: 13.11.21
Neben der rest­li­chen Auf­fors­tung wur­den heu­te sehr vie­le Details ange­bracht. Das Pfer­de­ge­spann mit Lang­holz hat den Modul­ab­schnitt erreicht, ein Wan­de­rer macht eine kur­ze Pau­se am spru­deln­den Bach­lauf und hält Aus­schau nach einer Pick­nick­bank und meh­re­re Rehe suchen nach saf­ti­gem Grün am Waldrand.

Endlich wieder Modelleisenbahn!

An den fol­gen­den Wochen­en­den waren wir mit ver­schie­de­nen The­men zu Gast im Foy­er vom Stell­werk S in der Her­ren­ber­ger Nagol­der Stra­ße 14. Geöff­net war immer von 12 bis 17 Uhr. 

Neben der The­men­aus­stel­lung hat­ten wir noch eini­ges von unse­rem Floh­markt mit dabei.


09.10.2021 H0 Modu­le und Börse 
10.10.2021 H0 Modu­le und Börse 

16.10.2021 0 Modu­le und Börse 
17.10.2021 0 Modu­le und Börse 

23.10.2021Kof­fer­an­la­gen und Börse
24.10.2021Kof­fer­an­la­gen und Börse

30.10.2021N Modu­le ein­glei­sig und Börse
31.10.2021N Modu­le ein­glei­sig und Börse
01.11.2021 N Modu­le ein­glei­sig und Börse 

06.11.2021 Blech und Börse 
07.11.2021 Blech und Börse 

Modelleisenbahnausstellung in Haigerloch

Am 8. und 9. Febru­ar 2020 wer­den wir mit unse­rer digi­ta­len Spur 0 Modul­an­la­ge bei der Modell­ei­sen­bahn­aus­stel­lung in Hai­ger­loch-Stet­ten zu Gast sein. Neben unse­rer Anla­ge wird auch der N‑Club Inter­na­tio­nal Stutt­gart eine Modul­an­la­ge betreiben.

Wei­te­re Infos auf der Web­sei­te der VHS Balingen.

27. Modelleisenbahnausstellung in Freudenstadt

Mit der neu­nen digi­ta­len Spur N Modul­an­la­ge wer­den wir bei der 27. Modell­ei­sen­bahn­aus­stel­lung in Freu­den­stadt zu Gast sein. Die Aus­stel­lung der Eisen­bahn­freun­de Freu­den­stadt fin­det am am 23.11. und 24.11.2019 statt.

→Eisen­bahn­freun­de Freudenstadt

Jeweils von 10 bis 17 Uhr in der Städ­ti­schen Turn- und Fest­hal­le, in 72250 Freu­den­stadt, Turn­hal­lestr. 39 

Eindrücke der 6. Großen Modellbahnausstellung

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Vie­len Dank an Jür­gen Metz für die tol­len Bilder!

Bei uns gibt es sie bereits — autonome Busse

Tra­di­tio­nell ver­an­stal­ten die Eisen­bahn­freun­de Freu­den­stadt im Novem­ber die Modell­ei­sen­bahn­aus­stel­lung in der Turn- und Fest­hal­le, die ver­gan­ge­nes Wochen­en­de bereits zum 26. Mal statt­fand. Wir betei­lig­ten uns bei der Aus­stel­lung mit unse­rer Spur H0-Modul­an­la­ge. Auf mehr als 80 Meter Stre­cke, ver­teilt auf 31 Modu­le, fuh­ren über das Wochen­en­de ca. 40 Ver­schie­de­ne Züge und auto­nom fah­ren­de Bus­se. Vor allem der ICE3, der bei allen Zuschau­er immer sehr beliebt ist, wur­de bei fast jeder Run­de von vie­len Kin­der genau beob­ach­tet. Auch die zwei Modu­le, die mit Mate­ria­li­en aus der Ast­holz­werk­statt der Dorf­ge­mein­schaft Ten­nen­tal gestal­tet wur­den, waren für vie­le Zuschau­er ein Hingucker.

Das Modul aus der Astholzwerkstatt 

Wir freu­en uns schon auf den Gegen­be­such der Eisen­bahn­freun­de Freu­den­stadt bei unse­rer gro­ßen Aus­stel­lung am 9. und 10. Febru­ar 2019 in der Stadt- und Mehr­zweck­hal­le Herrenberg.